Deadstockstoffe verstehen: Wie ungenutzte Designerstoffe ein zweites Leben bekommen
Was ist Deadstock?
Deadstock ist kein Restposten. Es ist das Gegenteil.
Wenn ein Modehaus eine Kollektion entwickelt, werden Stoffe in großen Mengen produziert — immer mehr als am Ende gebraucht wird. Das ist kein Versehen, sondern System: Wer 10.000 Meter einer Ware bestellt, produziert oft ein Vielfaches davon — die genauen Zahlen variieren, aber Sicherheitsmargen von 30, 40 oder 60 Prozent sind keine Seltenheit. Puffer für Fehler, Nachbestellungen, Qualitätsabweichungen. Dazu kommen Designs, die kurzfristig gestrichen werden, Kollektionen die enden, Prognosen die sich ändern. Die Stoffe, die dabei übrig bleiben, wandern ins Archiv oder in die Lager der Großhändler. Fertig produziert, unbenutzt, oft jahrelang eingelagert. Das ist Deadstock.
Deadstock ist in der Regel einwandfrei — schließlich war er für die Produktion der großen Häuser bestimmt. Gelegentlich kann ein Stoff kleine Unregelmäßigkeiten haben. Wenn das der Fall ist, kennzeichnen wir es immer in der Produktbeschreibung.
Manche Stoffe in unserem Sortiment stammen aus Kollektionen, die schon einige Jahre zurückliegen. Das ist kein Nachteil — im Gegenteil. Vintage D*or ist als Stoff wie als fertiges Kleid zeitlos begehrt. Und wer weiß — vielleicht findet sich eines Tages ein Stoff aus einer der legendären Galliano-Kollektionen in unserem Lager. Wir suchen weiter.
Wo kommen unsere Stoffe her?
In Italien gibt es Großhändler mit hallenweise Deadstock — Überbestände aus jahrzehntelanger Produktion für die Modeindustrie. Wir fahren dorthin, gehen durch die Lager und suchen gezielt heraus, was uns interessiert: Stoffe, die einmal für Ch*nel, D*or, V*lentino, L*ro P*ana, M*x M**a oder B*lmain produziert wurden und aus irgendeinem Grund nie konfektioniert worden sind.
Nicht jeder Stoff im Lager verdient einen Platz bei uns. Nur die besten kommen mit.
Und dann gibt es noch B-Ware Schals
Neben Deadstock-Stoffen führen wir auch ausgewählte B-Ware — fertige Schals der großen Häuser, die den regulären Markt nicht erreicht haben. Der Grund ist derselbe wie bei Deadstock: Ein minimaler Fehler, eine kaum sichtbare Abweichung — und ein Schal, der sonst für G*cci oder F*ndi bestimmt war, scheidet aus der regulären Kollektion aus.
Auch hier kennzeichnen wir immer transparent, damit du genau weißt womit du arbeitest.
Leistbarer Luxus — zum Selbermachen
Ein Meter Stoff aus dem Überbestand von L*ro P*ana. Ein Jacquard, der einmal für eine M*ssoni-Kollektion produziert wurde. Ein Seidentwill aus dem D*or-Archiv.
Dieselben Stoffe, aus denen Kleider entstehen, die auf den Laufstegen von Paris und Mailand gezeigt werden. Dieselben Materialien, die im fertigen Stück mehrere tausend Euro kosten. Der Unterschied: Du nähst es selbst.
Das ist unser Antrieb. DIY with the best — Stoffe, die sonst nur großen Ateliers vorbehalten sind, in den Händen von Näherinnen, die wissen was sie damit machen. Nicht die Abkürzung. Nicht die Imitation. Das Original — als Meterware.
Nur solange Vorrat reicht. Einmalige Mengen, nie nachproduziert.